Wolke über dem Männerchor (18.02.2020 08:53:41)

Dieses Mal scheint die Unzufriedenheit mit dem geplanten Konzerttermin am 27. Juni im Sonnenbergsaal tiefer zu sitzen als es bislang vor Konzerten der Fall war. Wertet man alle Zeichen, kommt man zu dem Schluss, dass sich über dem Männerchor Nüziders dunkle Wolken zusammenbrauen. Dieses Mal, so scheint mir, wird Kritik laut nicht allein wegen dem falsch gewählten Zeitpunkt, sondern auch aus anderen Gründen.

Die Meinung „Wir schaffen allein kein abendfüllendes Programm“, findet meiner Einschätzung nach im Chor derzeit, berechtigt oder nicht, eine satte Mehrheit. Wie viele Lieder „schaffen“ wir denn wirklich und was ist anders geworden innerhalb von zweieinhalb Jahren? Ein abendfüllendes Konzert im Sonnenbergsaal geht demnach nur mit einem zweiten (in dem Fall unterstützenden) Chor. Nur, wer dieser Chor sein soll, wissen wir 4 Monate vor dem geplanten Termin nicht! Jeder in Frage kommende Chor hat einen eigenen Aufführungskalender, in dem die Lückenbüßerfunktion für einen von Selbstzweifeln geplagten Männerchor keinen Platz hat.

Machen wir uns nichts vor! Wenn sich Urgesteine des Chorgesangs nur mehr fallweise an Probeabenden sehen lassen, darf man dies nüchtern als Ermüdungserscheinungen deuten. Eine Ermüdung, die darauf schließen lässt, dass sich der eine oder andere verdienstvolle Sänger in absehbarer Zeit verabschieden wird? Ist es aus diesen Gründen überhaupt noch sinnvoll, in einem großen Saal vor das Publikum zu treten? Ein Männerchor, der nur noch zu Proben zusammentrifft, ein Männerchor ohne Öffentlichkeit, mit schrumpfender Mitgliederzahl, die sich über kurz oder lang um 10 bis 12 aktive Sänger beweg wird? Ein Männerchor, der nur mehr bei Messe-Mitgestaltung allein von Gottesdienstbesuchern wahrgenommen wird?

Ich vertrete die Meinung, dass es kein „Armutszeugnis“ ist, wenn wir Stücke aus unserem Repertoire zur Aufführung bringen, die schon vor Jahrzehnten Bestandteile im Programm eines Konzerts waren. Für die meisten klassischen Männerchöre sind halt „Wein, Weib und Gesang“ Orientierungspunkte für einstudierte Literatur! Und „Macht hoch die Tür“ passt halt in den Advent, Neues lässt sich schwer finden!

Wie weiter, Männerchor, quo vadis? Ist es eine denkbare Vision? Da treffen sich 8 bis 10 singbegeisterte, ehemalige Mitglieder des Männerchores Nüziders jeden ersten Dienstag im Monat im Gasthof „Bad Sonnenberg“, sitzen mit Liederbuch und Gitarre gut gelaunt und ohne alten Zeiten nachzutrauern, zusammen. Manchmal gesellt sich jemand hinzu, der gern mitsingt. Fallweise mischen sich helle Frauenstimmen in den frohen Gesang. Und das „Achtile“ schmeck! Ich bin dabei!


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